
Russischer Rubel
Der Rubel als Währungseinheit wurde 1321 zuerst erwähnt. Das Wort „Rubl“ bedeutet ursprünglich so viel wie „abgehauenes (Stück)“ eines edlen Metalles (рубить, rubit, zu deutsch (ab)hauen). Demnach ist der ursprüngliche „Rubel“ dem in vielfältiger Gestalt vorkommenden Hacksilber zuzuordnen.
Schon 1768 gründete Katharina II. eine Notenbank, die Papierrubel ausgab, die anfangs noch für Kupfergeld standen. Die Ausgabe von Papiergeld (Banknoten) wurde zum alleinigen Vorrecht des russischen Staates. Zur Zeit der Russischen Revolution wurde in großen Mengen eine „Sowsnak“genannte Art von Papiergeld herausgegeben, was eine Hyperinflation schon ab 1917 beginnend verursacht hat.
In der Sowjetunion gab es dann in den 1920er Jahren wieder eine neue, stabilisierte Währung mit dem Namen „Rubel“, die teilweise wieder mit Gold-, Silber- und Billonmünzen von 1921 bis 1931 im Umlauf hinterlegt war. Sie war aber nicht mit dem vormaligen Goldstandard von vor 1915 vergleichbar, da die 10-Rubelgoldmünze (Tscherwonez) als Handelsmünze nicht für den Binnenumlauf vorgesehen war. Diese nun mehr sowjetische Rubelwährung inflationierte jedoch ab dem Zweiten Weltkrieg und wurde 1947 sowie 1961 nochmals grundlegend im Aussehen und in den Preisstrukturen reformiert.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 gaben alle Nachfolgestaaten eigene Währungen aus. Nur für kurze Zeit existierte der Lettische Rubel (Rublis), der 1993 durch den Lats ersetzt wurde. Die tadschikische Währung hieß bis 1999 ebenfalls „Rubel“ und wurde durch den Somoni abgelöst.
Heute existieren drei Rubelwährungen. Ohne Vorsatz des Ländernamens ist meist der Russische Rubel gemeint. Daneben gibt es den Weißrussischen Rubel sowie seit 1994 den Transnistrischen Rubel in der international nicht anerkannten Transnistrischen Moldauischen Republik.

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Quelle Börsen-Grafik: boerse.tagesanzeiger.ch/currencies/
Quelle Text: de.wikipedia.org



















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