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Die Hitachi Industriegruppe Hitachi hat die Fertigstellung einer mehrjährigen Entwicklung bekannt gegeben: Einen hocheffizienten Elektromotor, der ohne seltene Erden wie Neodymium oder Dysprosium auskommen soll. Diese Entwicklung sei vor grosser Bedeutung, denn damit könne man einerseits die Rohstoffproblematik eindämmen und die Abhängigkeit von China verringern.
Motoren ohne solche teuren Zusatzstoffe gab es schon früher, allerdings nicht mit der Effizienz, die man heute von einem Kraftwandler erwartet. Möglich wurde der eben vorgestellte 11-Kilowatt-Motor (vier Radnaben dieser Art würden zusammen 90 PS leisten) durch einen “amorphen Metallkern auf Eisenbasis” aus den Hitachi-Laboren. Mit dem kommerziellen Einsatz des Motortyps in Fahrzeugen und stationären Anlagen rechnet der Konzern in zwei Jahren. Dann allerdings fällt das bisherige Quasimonopol des chinesischen Bergbaus.
Neben Hitachi forscht in Japan auch Toyota intensiv an E-Motor, die ohne seltene Erden auskommen. Moderne E-Motoren mit Dauermagneten verwenden Neodymium oder Dysprosium, zwei relativ teure Rohstoffe, die hauptsächlich aus China stammen. Das aufstrebende Land neigt dazu, die Vormachtstellung auf dem Markt und auf diplomatischer Ebene auszunützen. Die seltenen Erden umfassen 17 Metalle, die eine bedeutende Rolle bei der Herstellung von E-Motoren. Aber auch bei Flachbildschirmen, LED-Leuchten, Mobiltelefonen und Laserzellen spielen.
Autor: Felix Stockar, Fachjournalist Mobilität, Informatik + Tourismus



















